Spielsucht Zahlen und Fakten


Einarmige Banditen - Spielsucht
Einarmige Banditen - Spielsucht

Die Geldspielgesetzgebung und die zugehörigen Verordnungen, die seit dem 1. Januar 2019 in der Schweiz in Kraft sind, regeln Spiele, bei denen gegen einen geldwerten Einsatz ein Geldgewinn oder ein anderer geldwerter Vorteil in Aussicht steht. Es gibt ein umfangreiches Angebot von verschiedenen Geldspielen, welche in drei Kategorien eingeteilt werden können:

  • Spiele in den Casinos & Spielbanken (z.B. Roulette, Black Jack, Poker)

  • Lotterien & Wetten (Zahlenlotto, Rubbellose etc.)

  • Kleinspiele (z.B. kleine Pokerturniere oder lokale Sportwetten).

Nun werden auch neu die Online-Geldspiele mit einbezogen. Das Gesetz lässt nur Online-Geldspiele von Casinos mit Sitz in der Schweiz und mit Bewilligung der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) zu. Die Internetseiten ausländischer Casinos werden und sind in der Schweiz gesperrt.


2018 betrug der Umsatz im Lotterie- und Wettwesen 2,9 Mrd. CHF. In den Spielbanken und Casinos wurde eine Bruttospielertrag im Jahr 2020 von 639 Mio. CHF erwirtschaftet. Dabei verzeichneten die Casinos über 2,5 Mio. Eintritte 2020. Bedenken wir, in der Schweiz leben rund 8 Mio. Menschen!


Sportwetten Schweiz


Nicht alle Sportwetten Anbieter sind in der Schweiz auch legal. Aktuell haben nur zwei Anbieter die Erlaubnis - Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport sind aktuell die einzigen legalen Wettanbieter, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen.

Swisslos konnte seinen Bruttospielertrag im Bereich der Sportwetten von 2020 auf 2021 fast verdoppeln. 2020 lag der Bruttospielertrag nach bei 66 Mio. CHF und 2021 war dieser auf 116 Mio. CHF gestiegen - ein Anstieg von 75 Prozent!



Glücksspiel


"Ein Glücksspiel ist ein Spiel, bei dem Geld eingesetzt wird und ein Gewinn allein oder überwiegend vom Zufall abhängt. Auch Wetten, bei denen Geld eingesetzt wird, sind Glücksspiele." So definiert Caritas Deutschland den Begriff Glückspiel.


Wikipedia sagt folgendes dazu aus:

"Glücksspiele, manchmal auch als Hasardspiele (von französisch hasard), nach traditioneller Rechtschreibung auch Hazardspiele (von englisch hazard), deutsch für Zufall, abgeleitet von arabisch az-zahr, der Mehrzahl von Spielwürfel, siehe Hazard (Würfelspiel) bezeichnet, sind Spiele, deren Verlauf überwiegend vom Zufall bestimmt werden."


Eine Studie im Auftrag der Eidgenössischen Spielbankenkommission und des Bundesamtes für Justiz aus dem Jahr 2004 hat ergeben, dass 21,2 % der Schweizer Bevölkerung über 18 Jahren häufig an Glücksspielen teilnehmen.

Dabei spielen Bewohner der französischen und italienischen Schweiz tendenziell häufiger als Bewohner der deutschsprachigen Schweiz.

Der Großteil der Spieler, nämlich ungefähr 20,6 %, spielt Lottoangebote wie Zahlenlotto, Toto, Sportlotto oder ähnliche Spiele. 7 % der Schweizer nutzen ausländische Lotterien.

(Quelle: Wikipedia)


In der Schweiz ist das Glückspiel legal, solange diese von konzessionierten Spielbanken angeboten wird. Auch lokale Spielhallen müssen registriert sein. All dies wird durch das Geldspielgesetz geregelt. Folgende Punkte gelten in der Schweiz:


  • Spiele müssen über faire Softwares laufen

  • Aufsichtsbehörde überprüft sämtliche Abläufe

  • Sichere Transaktionen müssen geboten werden

  • Faire und gerechte Quoten bei Sportwetten

  • Reibungslose Auszahlungen

  • Verschlüsselung personenbezogener Daten

  • Einhaltung der Datenschutzverordnungen

Besonders wichtig ist dieser Passus: "Mit dem neuen Gesetz und den Verordnungen werden zudem der Schutz vor Spielsucht und die Prävention gestärkt. So werden nicht nur Casinos, sondern auch Lotteriegesellschaften verpflichtet, spielsüchtige Personen auszuschließen. Insbesondere für den Online-Bereich gibt es konkrete Maßnahmen, um die Spielerinnen und Spieler vor den Gefahren des Geldspiels zu schützen."


Quelle: https://www.bj.admin.ch/ejpd/de/home/aktuell/news/2018/2018-11-08.html


Spielsucht


Wie viele Menschen nun Spielsüchtig und damit erkrankt sind, lässt sich nur abschätzen. Einen guten ersten Einblick sind die Anzahl der Spielsperren in den Spielbanken der Schweiz. 2020 gab es 72.126 aktive Spielsperren.



aktive Spielsperren Schweiz und deren jährliche Zunahme
aktive Spielsperren und jährliche Zunahme

Eine Schweizer Gesundheitsbefragung von 2017, welche alle 5 Jahre durchgeführt wird, zeigt, dass ca. 3 Prozent der Schweizer Bevölkerung ein exzessives Spielverhalte hat. Anders gesagt, sind 192.000 Menschen aktuell von der Spielsucht bedroht oder betroffen.


Sehen wir uns dies noch genauer in Bezug auf die Spielbanken an, diese liefern uns folgende Zahlen: " Von Spielsucht, genauer von pathologischem Spielen, sind in der Schweiz zwischen 0.2 und 0.8% der Bevölkerung über 16 Jahren betroffen (0.5% entsprechen rund 35‘000 Personen). "


Hypnose bei Spielsucht


Hinter jeder Sucht steckt eine emotionale Abhängigkeit und Hypnose ist in der Lage diese Verbindungen im Gehirn neu zu ordnen. Da jeder Mensch anders ist, macht es Sinn, sich im Vorfeld mit dem Hypnosetherapeuten hinzusetzen und zu sehen, was und wie es in diesen konkreten Fall aussieht.


Ich selber, habe 9 Jahre als Croupier in einer Spielbank gearbeitet. Von daher habe ich viel über die negativen Seiten der Spielsucht erfahren können. Gerne helfe ich den Betroffenen - ebenso den Angehörigen - mit meinem Wissen weiter.



Mike C. Kock

Hypnose360

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