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Angststörungen: Wie die Schulmedizin sie behandelt

Aktualisiert: 8. Juni 2023

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und können sehr belastend sein. Wenn du unter Angstzuständen leidest, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie die Schulmedizin dir helfen kann.


Eine Möglichkeit der Behandlung ist die psychotherapeutische Intervention. Die kognitive Verhaltenstherapie ist hierbei eine der effektivsten Methoden. Dabei lernst du, wie du deine Gedanken und Verhaltensweisen, die deine Angst auslösen oder überraschen, identifizieren und verändern kannst. Du lernst außerdem auch Entspannungs- und Atemtechniken, um dich besser zu kontrollieren.



verschiedene Medikamente
Medikamente gegen Angstzustände

Eine andere Möglichkeit ist die medikamentöse Therapie. Hier werden in der Regel Antidepressiva, Benzodiazepine oder Beta-Blocker eingesetzt. Antidepressiva können helfen, depressive Symptome und Ängste zu reduzieren, während Benzodiazepine eine schnelle Beruhigungswirkung haben und bei akuten Panikattacken eingesetzt werden können. Beta-Blocker können auch helfen, körperliche Symptome wie Herzrasen und Zittern zu reduzieren.


Mögliche Risiken einer medikamentösen Behandlung von Angstzuständen:

  1. Abhängigkeit: Einige Medikamente, insbesondere Benzodiazepine, can schnell zu körperlicher und/oder psychischer Abhängigkeit führen, wenn sie über einen bestimmten Zeitraum eingenommen werden.

  2. Nebenwirkungen: Viele Angstmedikamente können unangenehme Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit, Verwirrung, Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen und Muskelschwäche verursachen.

  3. Wechselwirkungen: Angstmedikamente können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben, die der Patient einnimmt. Es ist wichtig, dass der Arzt über alle Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel informiert wird, die der Patient einnimmt.

  4. Toleranz: Einige Angstmedikamente können im Laufe der Zeit an Wirksamkeit verlieren, da der Körper sich an sie gewöhnt hat. Dies kann zu höheren Dosierungen führen, was das Risiko von Nebenwirkungen und Abhängigkeit erhöhen kann.

  5. Entzugssymptome: Wenn der Patient abrupt mit der Einnahme von Angstmedikamenten aufhört, kann es zu unangenehmen Entzugssymptomen wie Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Angstzuständen und Krampfanfällen kommen.


Eine weitere Möglichkeit ist die Kombination von Psychotherapie und medikamentöser Therapie. Diese Kombination kann besonders bei Angststörungen effektiv sein.


Darüber hinaus können auch alternative Behandlungsmethoden wie Hypnose, Entspannungstherapien oder Akupunktur eine ergänzende Rolle spielen. Es ist jedoch wichtig, alternative Behandlungsmethoden nur in Absprache mit einem erfahrenen Therapeuten oder Arzt durchzuführen.


Neben der medizinischen Behandlung ist es auch wichtig, auf seine Lebensweise zu achten. Eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und ausreichender Schlaf können dazu beitragen, die Symptome von Angststörungen zu reduzieren. Auch Stressbewältigungs- und Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder eben auch Hypnose können sehr hilfreich sein.


Es ist wichtig, sich bei Verdacht auf eine Angststörung an einen Arzt zu wenden. Der Arzt kann eine genaue Diagnose stellen und eine individuelle Therapieempfehlung geben. Eine Angststörung ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die behandelt werden sollte.




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